Erweiterter Basis-Ultraschall in der 20.SSW

Mit Wirkung vom 1.7.2013 ändern sich die Mutterschaftsrichtlinien bezüglich der Ultraschalluntersuchung in der 20.SSW.

Von diesem Zeitpunkt an kann sich die werdende Mutter zwischen zwei verschiedenen Untersuchungen entscheiden:

 

Zum Einen kann eine Basisuntersuchung gewählt werden, bei der lediglich die Größe von Kopf, Bauch und eines Oberschenkels des Kindes gemessen sowie die Lage des Mutterkuchens beurteilt wird.

 

Alternativ kann eine erweiterte Untersuchung durchgeführt werden, bei der zusätzlich folgende Kriterien bewertet werden:

 

Kopf - Hirnkammern - Kleinhirn

Bauchdecke und Rücken/Wirbelsäule

Brustkorb - Herz (Lage/Größe/Rhythmus/Anatomie)

Magen - Harnblase

 

Um diese Untersuchung durchführen zu dürfen, bedarf es einer gesonderten Qualifikation, die ich bereits vor einiger Zeit erworben habe (siehe weiter unten auf dieser Seite).

Frauen, deren Gynäkologe diese Qualifikation nicht besitzt, haben einen Rechtsanspruch auf Aufklärung und Überweisung an einen anderen Frauenarzt!

 

Die erweiterte Untersuchung ist Bestandteil der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Zum jetzigen Zeitpunkt muß diese Leistung von der Schwangeren direkt mit der Kasse abgerechnet werden. Hierzu wird die Untersuchung in der Arztpraxis vorbezahlt und die Rechnung bei der Kasse eingereicht.

 

Die Kosten müssen in vollem Umfang erstattet werden, somit kommen auf die werdenen Eltern keine Zusatzkosten zu! 

 

Die genauen Einzelheiten hat der sog. "Gemeinsame Bundesausschuss" am 21.3.2013 beschlossen. Den Text des entsprechenden Merkblattes für Patientinnen finden Sie hier:

 

Merkblatt zur erweiterten Ultraschalluntersuchung in der 20.SSW